Aleppo: Syrien evakuiert 419 Kämpfer und nimmt 300 Kurden fest

7 godzin temu
Busse und Krankenwagen transportieren kurdische Kämpfer aus Aleppo (Symbolbild) (Photo by Bakr ALkasem / AFP via Getty Images) Getty Images

Die syrische Regierung hat am Sonntag die Evakuierung von 419 kurdischen Kämpfern aus Aleppo und die Festnahme von 300 Kurden bekannt gegeben. Nach tagelangen Kämpfen in der nordsyrischen Millionenstadt wurden die Kämpfer per Bus in eine autonome Kurdenzone im Nordosten des Landes gebracht. Kurdische Kämpfer bestreiten die offiziellen Zahlen teilweise und erklären, bei den Bustransfers seien nur Zivilisten betroffen gewesen.

Ein Vertreter des syrischen Innenministeriums bestätigte die Evakuierung und die Festnahmen. Unter den 419 evakuierten Kämpfern befinden sich 59 Verletzte. Bei den 300 Festgenommenen handelt es sich unter anderem um Angehörige kurdischer Sicherheitskräfte. Die syrische Armee erklärte ihre Operation in der letzten kurdischen Hochburg Aleppos für beendet.

Schwere Kämpfe und massive Fluchtbewegung

Seit Dienstag hatten sich Regierungstruppen und kurdische Kämpfer in den Stadtteilen Sheikh Maksud und Ashrafiyeh heftige Gefechte geliefert. Mehr als 20 Menschen wurden getötet. Gouverneur Azzam al-Gharib bezifferte die Zahl der geflohenen Bewohner auf rund 155.000 Menschen, die in andere Stadtteile Aleppos oder in ländliche Gebiete ausgewichen sind.

Ein Waffenstillstandsversuch in der Nacht zum Freitag scheiterte nach wenigen Stunden. Kurdische Kämpfer hatten sich geweigert, ihre letzte Bastion in Aleppo aufzugeben. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete am Samstag erstmals über den Transfer kurdischer Kämpfer per Bus.

Gescheitertes Integrationsabkommen

Die Kämpfe sind Folge eines gescheiterten Abkommens vom März. Darin war vereinbart worden, dass kurdische Zivil- und Militärinstitutionen bis Ende 2025 in die syrische Zentralregierung und Armee integriert werden sollten. Kurdische Kämpfer sollten sich aus den beiden Aleppo-Stadtteilen zurückziehen. Die Vereinbarung wurde wegen Unstimmigkeiten nicht umgesetzt.

Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 kontrolliert die neue islamistische Übergangsregierung in Damaskus weite Teile Aleppos. Nur die überwiegend kurdisch bewohnten Stadtteile Sheikh Maksud und Ashrafiyeh blieben bis zuletzt unter kurdischer Kontrolle. Die kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) kontrollieren große Gebiete im Nordosten Syriens und waren wichtiger Partner der USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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